Wie du selbst schnell und einfach Videos für deine Webseite produzierst

Video selber machen
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Eine Studie der Firma Cisco gibt an, dass in schon zwei Jahren 80 % des Internettraffics aus Videos bestehen wird.

Wie viel Prozent deines Contents besteht aus Video? Wenn es noch nicht 80% sind, dann ist dieser Artikel vielleicht interessant für dich.

Videos zu machen ist kein Hexenwerk. Nicht umsonst ist YouTube voll davon. Es ist wichtiger, dass du Video hilfreiche Informationen lieferst, als ein hoch professionelles Werbevideo zu haben. Also legen wir los!

Experte für effiziente Videoproduktion

Ich bin Armin Bichler, Videoproduzent und Journalist.

Ich produziere Videos fürs TV und mittelständische Unternehmen.

In den letzten fünf Jahren habe ich mich auf eigene Projekte konzentriert, die ich mit Hilfe von Suchmaschinenoptimierung und Videos bei Google nach vorne bringe.

Ich habe immer nach dem bestmöglichen Ergebnis für den geringsten Aufwand gesucht.

Gerade, wenn die Kernkompetenz nicht Videoproduktion ist, sollte man damit nicht zuviel Zeit verschwenden.

Wer das Thema Video mit professioneller Hilfe angehen will, ist hier an der richtigen Adresse: Videos selber machen mit dem Coaching von Stadtshow Videoproduktion

Wer gerade erst mit dem Thema Video startet, für den habe ich hier ein paar praktische Tipps um schnell und einfach Videos zu produzieren.

1. Perfektion ist der Tod eines Unternehmers.

Das gilt vor allem auch bei Videos. Wer nicht mindestens 10.000 € für einen Videodreh inklusive allem Drum und Dran investieren kann, sollte sich nicht mit zu vielen Details befassen.

2. Definiere dein Thema und konkretes Ziel

Was ist deine Botschaft? Worum geht’s in dein Video? Lege vorher genau fest, was dein Thema ist und vor allem was der Zuschauer machen soll.

Wenn du Infos zu einem bestimmten Thema lieferst, willst du natürlich auch dass der Zuschauer deinen YouTube Kanal abonniert oder deine Facebook Seite liked. Das musst du dann spätestens am Ende des Videos klipp und klar in einem sogenannten Call-to-Action sagen. Mindestens 50% der Leute würden sonst nicht auf die Idee kommen. Und so hilft ein kleiner Satz sehr viel.

3. Schreibe ein Konzept

Überlege dir gut, was du in deinem Video sagen willst. Für alle, die weniger gut darin sind Vorträge aus dem Stegreif zu halten, empfiehlt es sich zumindest die wichtigsten Punkte aufzuschreiben. Ob du das nun als reine Stichpunkte in der Form einer Inhaltsangabe machst oder diese zu einer Art Drehbuch aus formulierst, liegt bei dir. Mit der Zeit wirst du dabei sicherer und besser, so dass du auch bei diesem Punkt Zeit sparen kannst.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es extrem viel Zeit sparen kann, wenn man zumindest die wichtigsten Stichpunkte formuliert und aufschreibt.

Selbst wenn man schon tausende Videos gemacht hat wie ich, braucht man für ein Video sehr viel länger, wenn man es ohne schriftliches Konzept angeht.

4. Die Wahl der Kamera

Um ein Video zu machen brauche ich zunächst eine Kamera.

Die Direktheit und Authentizität eines Videos ist den meisten Zuschauern wichtiger als professionelle Kameraausrüstung und Spezialeffekte.

Ich verwende dafür entweder mein Smartphone oder die Webcam meines Computers. Für die ersten Gehversuche im Bereich Video ist das absolut ausreichend, weil man sich dadurch komplizierte und meist überflüssige Nachbearbeitungen sparen kann. Man nimmt sein Video in einem Guss auf und kann es direkt auf Facebook oder YouTube veröffentlichen.

Die Bildqualität von Kameras hat in den letzten 5 Jahren dramatisch zugenommen.

Die meisten Smartphone Kameras und auch Webcams liefern mittlerweile sehr gute Bildqualität ab, was vor nicht allzu langer Zeit nur Camcorder im vierstelligen Preissegment leisten konnten.

Achte beim Kauf auf die Auflösung von mindestens 1920 auf 1080 Pixel, was dem sogenannten Full HD entspricht.

5. Wackelfreie Aufnahmen

Entscheidend für die Qualitätswahrnehmung ist weniger die Qualität der Kamera an sich, sondern die Art und Weise, wie gefilmt wird. In den 90er Jahren wurde ein Kinofilm mit einem Amateur-Camcorder gedreht. Elektronische Bildstabilisatoren gab es damals noch nicht.

Die Folge war, dass sich viele Kinobesucher während der Vorstellung von Blair Witch Project übergeben mussten. Das sollte man seinen Zuschauern ersparen. Selbst die ruhigste Hand, schafft es nicht wackelfreie Aufnahmen zu erstellen. Als Anfänger sollte man deswegen unbedingt die Kamera an einem festen Ort platzieren. Webcams werden einfach auf dem Bildschirm montiert.

Für Smartphones gibt es Selfie-Sticks, Mini-Stative oder Halterungen mit flexiblen Befestigungs-Möglichkeiten.

6. Es werde Licht

Da mittlerweile fast jede Kamera eine ausreichende Bildqualität liefert, ist das Licht fast wichtiger als die Technik.

Wenn eine Person vor der Kamera ist, sollte man diese immer gut erkennen können. In erster Linie hat man das Tageslicht zur Verfügung. Draußen muss man sich an der Sonne orientieren. Filmt man eine Person, sollte man die Sonne als “Scheinwerfer” nutzen und nicht gegen die Sonne filmen.

Wenn man drinnen filmt, sollte man nichts gegen ein Fenster filmen. Die Automatikfunktion der Kameras dunkelt alles ab, was vor der Lichtquelle ist.

Man kann sich fürs erste mit normalen Lampen behelfen, die es in Räumen gibt. Das können Deckenleuchten sein oder auch Schreibtischlampen.

Wenn man die Position der Lampen nicht ändern kann, muss man eben die Position der Kamera ändern, damit die Person vor der Kamera möglichst wenig Schatten im Gesicht hat.

7. Der Drehort

Ich habe den Punkt Licht absichtlich vor dem Drehort genannt, weil es wichtiger ist, dass das Geschehen oder die Person gut zu sehen ist als eine möglichst perfekte Location.

Idealerweise klappt beides. Aber für den Anfang würde ich mir nicht allzu viele Gedanken über das perfekte Set machen. In der Regel reicht eine weiße Wand als Hintergrund. Das ist sogar meistens besser als irgendein unaufgeräumtes Zimmer oder eine vielleicht doch nicht ganz perfekt passende Location. Wenn die Umgebung den Inhalt unterstützt ist das super, ansonsten ist es besser, dass so wenig wie möglich von der Botschaft abgelenkt.

8. Der Ton macht die Musik

Video ist ein audiovisuelles Medium. Also geht es dabei sowohl um Bewegtbild, als auch um Geräusche. Die eingebauten Mikrofone von Smartphones und Webcams liefern nur einen unbefriedigenden Ton. Damit outet man sich ganz schnell als Video-Amateur, was auch kein gutes Licht auf die eigentliche Tätigkeit wirft.

Hier kann man mit einfachen Mitteln sehr viel verbessern.

Ich befinde mich z.b. gerade In meiner Hängematte im Garten während ich diesen Text diktiere.

Das Vogelgezwitscher, das Rascheln der Bäume und der Wind an sich, würden mehr oder weniger stark von meinen Worten ablenken. Im schlimmsten Fall befindet sich die sprechende Person zu weit weg von Kamera, sodass man sie gar nicht richtig verstehen kann.

Ein Ansteckmikro für Smartphones kostet gerade mal 10 €, sorgt aber dafür dass störende Umgebungsgeräusche größtenteils ausgeblendet werden.

9. Die Nachbearbeitung

Postproduktion, Videoschnitt oder wie immer man es nennen will ist ein eigener Beruf oder Studiengang. Du kannst also nicht erwarten, dass man das als Laie innerhalb kürzester Zeit auf Hollywood Niveau beherrscht.

Deswegen sollte man sich fragen will man professioneller Cutter werden oder Videos in einem vernünftigen Aufwand-Nutzen Verhältnis selbst erstellen.

Die meisten Möglichkeiten der Postproduktion werden überflüssig, wenn man sich an die zuvor genannten Tipps und Tricks beim Videodreh hält.

Der einzige Punkt, mit dem man ein Video signifikant auf werden kann, ist das Einblenden von Text. Mit Untertiteln, vermittelt man den Inhalt des Videos auch denjenigen, die Videos mobil ohne Ton anschauen. Aber auch passende Schlagworte oder eingeblendete Titel sorgen für Abwechslung und mehr Verständnis und werden so ein Video auf.

Es gibt zahlreiche kostenlose Programme, mit denen man Titel einblenden kann. Standardmäßig ist bei Windows der Movie Maker installiert. Von professionellen Lösungen wie Adobe Premiere oder Final Cut für den Mac würde ich Anfängern absolut abraten.

Alles weitere sind Spielereien, die man mit der Zeit einfügen kann, wenn einem die Basics leicht und flockig von der Hand gehen. Um den Kreis zu schließen, hier nochmal die Zusammenfassung.

Checkliste: Video selber machen

Ein Video ist besser als kein Video.

Wenn du ein Video machen willst, mach es, statt die Zeit damit zu vergeuden es zu planen. Fange jetzt an!

  1. Stell dir z.b. die Frage: Was mache ich eigentlich? Bei was kann ich dir helfen?
  2. Nimm dein Handy! Schau, dass du genug Licht im Gesicht hast und dass es keine störenden Umgebungsgeräusche gibt und drück auf Record. Oder erzähl deinem besten Freund, was du machst und zeichne das direkt auf!
  3. Registriere Dich bei YouTube und lade das Video an deinen Kanal.
  4. Schicke den Video-Link per E-Mail an alle die du kennst und poste ihn bei Facebook.
  5. Frag ruhig nach einer Woche noch Feedback und optimiere damit dein Video in einer neuen Version, wenn nötig.

Wenn du eine Webseite hast, kannst du zu erklärungsbedürftigen Themen oder Produkten auch kurze Videos machen. Ebenso eignet sich ein Video, wenn es in deinem Unternehmen Dinge gibt, die man immer wieder erklären muss.


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