Unterschiedliche Größen von Smartphone-Displays: Warum Responsive Design jetzt notwendig wird

WebdesignSeit Jahren wachsen die Smartphone-Displays: Auch wenn der Höhepunkt absehbar erscheint, hat die Entwicklung doch in mehrfacher Hinsicht zu einem anderen Server-Erlebnis beim Nutzer geführt. Wer heute eine Website betreibt, kann auf ein Responsive Design nicht mehr verzichten. Denn nicht bei allen Usern ist die Displaygröße gestiegen, einige Anwender setzen gezielt auf kompakte Geräte. Welche Auswirkungen hat dies auf das Online-Marketing?

Früher: Mobile Websites auf kleinen Displays optimiert

Vor wenigen Jahren noch war die Situation klar: Apple setzte lange Zeit auf kleine Displays und gab damit schon aufgrund der immensen Verkaufszahlen und einem Marktanteil von etwa 20 Prozent den Ton an – lange Zeit folgten die anderen Hersteller. Für das Webdesign gab es letztlich zwei Grundmodelle, nach denen sich gerichtet werden musste: eine kleine mobile Website für die Darstellung auf einem 4″-Gerät wie dem iPhone 5 oder 5S; eine gewöhnliche Darstellung für den Desktop oder das Laptop. Schon das heutige Produktangebot von Apple zeigt, dass sich etwas geändert hat – von 4″ beim iPhone SE bis hin zu 5,8″ beim iPhone X ist eine Vielzahl unterschiedlicher Displaygrößen vertreten. Bei dieser Betrachtung wurden die unterschiedlichen iPads noch gar nicht betrachtet.

Marktsegmentierung im Smartphone-Bereich: die passende Displaygröße für jeden

Bei anderen Herstellern zeigt sich schon lange, dass es zu einer Segmentierung des Marktes kommt: einige Kunden setzen auf kleine Displays bis maximal 5″, kompakte Mittelklassegeräte wie das Samsung Galaxy A3 verkaufen sich seit Jahren ganz ausgezeichnet. Andere Nutzer nutzen ihr Smartphone auch zum Spielen oder für das Videostreaming, weshalb auch Geräte mit einem Format von über 6″ keinesfalls die Ausnahme sind. Die grundsätzliche Problematik, dass sich das Handling der Smartphones mit steigender Displaygröße erschwert, wurde durch eine Änderung des Seitenverhältnisses gelöst: Samsung setzt bei den aktuellen Flaggschiffen Galaxy S8 und Galaxy S8+ auf 18,5:9; beim G6 geht Hersteller LG mit einem Verhältnis von 18:9 einen ähnlichen Weg. Das Ergebnis: die Geräte werden länger, aber dafür schmaler. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl von Geräten, die heute mit den Displaygrößen 5,2″ bis 5,5″ die typische Mittelklasse darstellen. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Unterschied in der Displayfläche durchaus erheblich ausfällt, denn die wächst mit der Diagonale im Quadrat.

Anforderung an Webentwickler: Responsive Design Pflicht

Welche Folgen ergeben sich daraus für Online-Marketing? Websites müssen sich auf Displays mit ganz unterschiedlichen Größen und Seitenverhältnissen perfekt darstellen lassen. Mittlerweile wird bekanntermaßen mehr mit mobilen Geräten im Netz gesurft, als mit dem klassischen Rechner – Laptops eingeschlossen. Während Apple darauf setzt, dass die Seitenverhältnisse trotz unterschiedlicher Display-Größen weitgehend gleich bleiben, werden Android-Apps automatisch angepasst. Bei relativ neuen Geräten, deren Seitenverhältnis nicht dem Standard entspricht, kann es allerdings auch zu schwarzen Balken kommen. Eine Website sollte sich natürlich perfekt an das jeweilige Display anpassen. Für das Online-Marketing erscheint es also zunehmend unverzichtbar, auf die unterschiedlichen Größe Rücksicht zu nehmen – und jedem Anwender eine ausgezeichnete User-Experience zu ermöglichen.

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